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Hölderlin-Apotheke Helber, Roland

Vorschaubild

Roland Helber

Lange Straße 9
74395 Mundelsheim

Telefon (07143) 50255
Telefax (07143) 59999

E-Mail E-Mail:

Öffnungszeiten:
Mo - Fr: 8.00 h - 12.30 h
täglich außer Do: 15.00 h - 18.30 h
Sa: 9.00 h - 12.00 h

Das Gebäude der Hölderlin-Apotheke ließ sich Pfarrer Magister Johann Leonhard Hölderlin im Jahr 1747 errichten. Der in Stein gemeißelte Fries über dem Apothekeneingang zeigt das Wappen des Magisters und seiner Frau: „M. Johann Hölderlin PF und Regina Catharina, geborene Schmidlin“ Der Holderzweig im Wappen deutet auf den Namen Hölderlin hin, die Dame mit dem Schmiedehammer in der Hand auf den Namen Schmid. Regina Catharina war die Tochter des Amtsbürgermeisters der „Freien Reichsstadt Kaufbeuren“ namens Adam Schmid und daher berechtigt, ein eigenes Wappen zu führen.

 

Im Baustil des Barock erbaut, ist das Gebäude ein stattlicher, zweigeschossiger Putzbau mit Mansardenwalmdach und Altane (Veranda) und für Mundelsheimer Verhältnisse sehr groß. Hinter dem Wohngebäude ließ sich Hölderlin eine große Scheune über einem riesigen, gewölbten Keller errichten.


Hier lagerten zeitweise bis zu 84.000 Liter Wein, da der Pfarrer einen Weinhandel betrieb. Außerdem befand sich hinter demWohnhaus ein privates Waschhaus, das später als Laboratorium für die Apotheke diente.


Hölderlin starb im Jahr 1750. Später übernahmen die Söhne das Wohngebäude, die es bis 1813 gemeinsam nutzten. Damals wurde darin ein Laden eingerichtet, da der Kaufmann Friedrich Ludwig Seeger das Gebäude teilweise erworben hatte. 1825 kaufte Seeger das ganze Haus, das er 1832 an den Apotheker Ludwig Igel verkaufte, der darin eine Apotheke einrichtete. Seit dieser Zeit wird in diesem Gebäude eine Apotheke betrieben.